Seifersdorf bei Dresden

 

Im Dorf Seifersdorf finden sich noch einige Denkmäler aus der Zeit der Gräfin Tina. Die Kirche des Dorfes (Pfarrer Friedrich nannte sie die "Siebenritterkirche"), 1604-05 erbaut, 1892 umgebaut, bewachen im Innern sieben steinerne Ritter in ganzer Gestalt.

   

Unter der Kanzel Jobst von Haugwitz mit Gattin, kniend betend, gestorben um 1570, und sechs Ritter von Gründrod: Dietrich von Grünrod, gestorben 1603, kniend betend mitten im Altaraufbau, links vom Altar der Kirchenerbauer Wolff Dietrich von Grünrod, gestorben 1606, der jetzt noch alljährlich zum Kirchweihfest einen Kranz der Dankbarkeit erhält.

  

   

Rechts vom Altar Joachim von Grünrod, gefallen 1604 im Ausland, Wolff Dietrich II., Caspar Heinrich und Hans Ulrich von Grünrod. Links hinter dem Altar findet sich halberhaben das Brustbild des Hans Wolff von Ponigkau, gestorben als Leipziger Student. Der Altaraufbau enthält ein halberhabenes Sandsteinabendmahl mit 14 Gestalten (der Hausherr fehlt nicht), rechts und links neben dem steinernen Ritter auf Gemälden die Damen und Herren des Hauses Grünrod (das Armband der ersten Dame rechts wurde vor einigen Jahren auf dem Felde gefunden), und über dem steinernen Ritter wertvolle gemalte Grablegung.

    

Der Sinn des Altars ist: christliche Gemeinschaft (Abendmahl), Gebet, höchste göttliche Liebe (Grablegung). Vor dem Altar ruhen Moritz, Tina und Carl von Brühl, wie im Leben, so auch im Tode vereint.