Seifersdorf bei Dresden

  

 

Bedeutende Dichter im Seifersdorfer Tal - Klopstock

  

Hermannseiche

Auf einer steilen Bergwand ragt die Hermannseiche dem, "Befreyer Teutschlands" gewidmet und damit zugleich ein Denkmal Klopstocks, der in seiner romantisch-nationalen Dramentrilogie über das Leben des Helden Hermanns geschrieben hatte. Am Fuße der Eiche war aus 7 Steinblöcken eine Art von Altar aufgetürmt, dessen Höhlung früher 2 Urnen barg. An der Rückseite der Eiche lehnt noch eine Steinplatte, in welcher eine eiserne Tafel eingelassen ist mit der Inschrift "Hermann dem Befreyer Teutschlands". Am Ast der Eiche über dem Altar hingen Schwert, Schild, Lanze, Streitkolben  Hermanns. Arminius oder Hermann, Fürst der Cherusker, besiegte den römischen Statthalter Deutschlands. Quinctilius Varus im Jahr 9 nach Christus in der Nähe Detmolds im Teutoburger Walde und wurde so der Befreier Deutschlands vom römischen Joch. 

     
       
Klopstocks Verse im Drama "Hermanns Schlacht":
O Vaterland! O Vaterland! ...
Du gleichst der dicksten schattigsten Eiche
Im innersten Hain,
Der höchsten, ältesten, heiligsten Eiche
        
     

Friedrich Gottlieb Klopstock (1724 - 1803), bedeutendster Dichter der frühen Klassik, Wegbereiter für Empfindsamkeit, Sturm und Drang und Erlebnisdichtung, beeinflusste mit seinem Schaffen eine ganze Generation junger Dichter, darunter Goethe. Er trug wesentlich zur Weiterentwicklung einer eigenständigen deutschen Literatur bei. Sein Hauptwerk ist "Der Messias", ein aus zwanzig Gesängen bestehendes biblisches Epos in klassischen Hexametern. Seine bedeutendsten lyrischen Werke sind in den "Oden" enthalten; er behandelt hier die Themen Religion, Liebe, Freundschaft, Vaterland und das Erleben der Natur. Sein Interesse an der Vergangenheit Deutschlands fand ihren Ausdruck in der romantisch-nationalen Dramentrilogie über das Leben des Feldherrn Arminius oder Hermann, der Cherusker, bestehend aus "Hermanns Schlacht" (1769), "Hermann und die Fürsten" (1784) und "Hermanns Tod" (1787).